Hanau gedenkt der Anschlagsopfer in stillem Rahmen zum sechsten Jahrestag

Hanau gedenkt der Anschlagsopfer in stillem Rahmen zum sechsten Jahrestag
Hanau gedenkt der Anschlagsopfer in stillem Rahmen zum sechsten Jahrestag | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Die Stadt Hanau plant zum sechsten Jahrestag des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 ein stilles Gedenken in kleinerem Rahmen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley haben sich zuvor mit Angehörigen der Opfer getroffen, um die Form des diesjährigen Erinnerns abzustimmen.

Form des Gedenkens

Im Mittelpunkt steht ein öffentliches stilles Gedenken um 11 Uhr an den Tatorten. Vertreterinnen und Vertreter von Land und Stadt werden dort Kränze niederlegen. Nach Angaben der Stadt soll bewusst auf Reden verzichtet werden. Zur Tatzeit am späten Abend ist wie in den Vorjahren an ausgewählten Orten ein Lichtkorridor geplant, um der Opfer zu gedenken.

Orte und weitere Maßnahmen

Zur Erinnerung und aus Respekt vor den Angehörigen werden an mehreren Stellen Kränze und Gestecke abgelegt. Genannt wurden die Gedenktafel am Hauptfriedhof, die Tatorte am Kurt Schumacher Platz und am Heumarkt sowie das Kreuz für Vili-Viorel Paun. Darüber hinaus erfolgen Kranzniederlegungen an den Gräbern von Opfern in Offenbach und Dietzenbach sowie an Gräbern im Ausland, unter anderem in der Türkei, in Rumänien und in Bulgarien.

Erinnerungspolitik der Stadt

Oberbürgermeister Kaminsky betont, dass das Gedenken an die Opfer weiterhin ein fester Bestandteil der städtischen Verantwortung sei. Die Stadt kündigte an, die jährlichen Veranstaltungen am 19. Februar in angemessener Form fortzuführen und dabei unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen. Zudem soll alle fünf Jahre eine besondere Form des Erinnerns stattfinden, um die Erinnerung zu bewahren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Die Stadt macht mit der diesjährigen Planung deutlich, dass Erinnerung, Solidarität mit den Angehörigen sowie der Einsatz gegen Rassismus und Ausgrenzung zusammengehören, auch wenn die konkreten Formen des Gedenkens variieren können.

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