Hanau installiert 25 interaktive Kippensammler gegen Zigarettenabfall

Hanau installiert 25 interaktive Kippensammler gegen Zigarettenabfall
Hanau installiert 25 interaktive Kippensammler gegen Zigarettenabfall | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Die Stadt Hanau hat 25 zusätzliche Kippensammler im gesamten Stadtgebiet montiert. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service hat die Geräte im Rahmen der Sauberkeitskampagne JuchHU sauber angeschafft. Die neuen Sammelbehälter ergänzen 30 bereits zuvor aufgestellte Exemplare und sollen das Wegwerfen von Zigarettenstummeln im öffentlichen Raum reduzieren.

Funktionsweise und Beteiligung

Die Sammler bestehen aus zwei durchsichtigen Röhren mit einer darüber angebrachten Abstimmungstafel. Beim Einwerfen der Kippe können Passanten an einfachen Abstimmungen teilnehmen, etwa zur Wahl von Festen oder zu lokalen Freizeitangeboten. Die Kombination aus Entsorgungsmöglichkeit und spielerischem Beteiligungsansatz soll Aufmerksamkeit erzeugen und die Bereitschaft erhöhen, Abfall korrekt zu entsorgen.

Standorte und Umsetzung

Die Geräte wurden so verteilt, dass mindestens zwei Sammler pro Stadtteil vorhanden sind. Zusätzliche Standorte liegen in der Innenstadt mit besonders hoher Fußgängerfrequenz. Die Auswahl der Standorte erfolgte in Absprache mit den Hanauer Ortsbeiräten. Die Stadt betont, dass die flächendeckende Aufstellung alle Stadtteile gleichermaßen ansprechen soll.

Die Produktion der Sammler erfolgte regional durch eine Hanauer Schlosserei. Nach Angaben der Stadt war die Einbindung lokaler Betriebe ein zusätzlicher Faktor bei der Beschaffung.

Hintergrund der Maßnahme und Kosten

Hanau beruft sich auf Zahlen des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service. Demnach fielen 2025 im Stadtgebiet rund 175 Tonnen illegal entsorgter Müll an. Zudem gibt es etwa 1.800 öffentliche Abfallbehälter und einen Wertstoffhof. Allein die Entfernung von Zigarettenstummeln auf dem Freiheitsplatz kostet die Stadt nach Angaben der Verwaltung knapp 10.000 Euro jährlich.

Die Kippensammler sind Teil der Kampagne JuchHU sauber. Neben der Aufstellung von Behältern setzt die Kampagne auf Information, Aufkleber und gezielte Aktionen, um Bewusstsein für Müllvermeidung und richtige Entsorgung zu stärken. Parallel dazu hat die Stadt das Bußgeld für weggeworfene Zigaretten angehoben. Seit Monatsbeginn beträgt das Minimum pro Vergehen 120 Euro.

Stadträtin und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley erklärte, die Sammler erzeugten Aufmerksamkeit, regten zur Teilnahme an und führten konkret dazu, dass weniger Kippen auf Gehwegen, Plätzen und in Grünanlagen landeten. Die Kombination aus Beteiligung und Kontrollen soll künftig dazu beitragen, das Stadtbild sauberer zu halten.

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