Nach Starkschnee in Hanau: Stadt zieht Bilanz und priorisiert Hauptverkehrswege

Nach Starkschnee in Hanau: Stadt zieht Bilanz und priorisiert Hauptverkehrswege
Nach Starkschnee in Hanau: Stadt zieht Bilanz und priorisiert Hauptverkehrswege | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Heftiger Schneefall hat Teile Hanaus am Wochenbeginn deutlich beeinträchtigt. Die Stadtverwaltung zieht am Tag nach dem Ereignis eine positive Zwischenbilanz: Trotz anhaltender Niederschläge sei die Lage bewältigt worden, wobei der Schwerpunkt auf der Befahrbarkeit der Hauptverkehrsstraßen lag.

Einsatzlage und Maßnahmen

Ab 5 Uhr waren 41 Mitarbeitende im städtischen Winterdienst im Einsatz, um die wichtigsten Straßen vor dem Berufsverkehr zu räumen. Die Stadt erklärt, die Räumung sei so gesteuert worden, dass die verkehrswichtigen Straßen zum Start des Berufsverkehrs möglichst befahrbar blieben. Kaminsky sagte, Hanau sei winterfest, nannte aber auch die Grenzen der Konzepte bei anhaltendem Starkschneefall.

Am folgenden Tag standen erneut 41 Mitarbeitende des Winterdienstes bereit, ergänzt durch 35 Mitarbeitende der Müllabfuhr, um verbliebenen Schnee von den Straßen zu entfernen. Nach Angaben der Stadt sind im städtischen Räumplan mehr Straßen enthalten als jene mit gesetzlicher Räumpflicht. Untergeordnete Anlieger und Wohnstraßen werden in der Regel nicht winterdienstlich behandelt.

Leerungen und Nachholung

Der Mülltouren wurden aus Sicherheitsgründen am Montag abgebrochen. Ab 8.30 Uhr unterstützten zehn Fahrer der Müllabfuhr den Winterdienst, die regulären Leerungen fielen zudem am Dienstag aus. Die Stadt kündigte an, die ausgefallenen Abholungen bis Ende der Woche sowie an einem Samstag nachzuholen. Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten, ihre Tonnen stehen zu lassen. Diese Regelung gilt auch für Sperrmüll.

Pflichten der Grundstückseigentümer

Die Stadt erinnerte daran, dass Grundstückseigentümerinnen und Eigentümer zur Räumung und zum Streuen von Gehwegen und Überwegen verpflichtet sind, um Fußgängerinnen und Fußgänger zu schützen. Es gebe feste Zeiten und vorgeschriebene Breiten, auch in Fußgängerzonen. Die Verwendung von Streusalz ist nach Angaben der Stadt grundsätzlich verboten. Verstöße können mit bis zu 1.000 Euro Bußgeld geahndet werden.

Resümee und Appell

Oberbürgermeister Claus Kaminsky bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihren Einsatz und bei jenen Bürgerinnen und Bürgern, die besonnen reagiert hätten. Zugleich bat er um Verständnis und Vorsicht, da in extremen Wetterlagen auch gut vorbereitete Konzepte an ihre Grenzen geraten können.

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