In der Trauerhalle des Friedhofs Steinheim Süd eröffnet am Freitag, 8. Mai, eine neue Ausstellung des Künstlers Jacques Oerter. Die Schau ist Teil der städtischen Reihe Kultur auf den Hanauer Friedhöfen und zeigt eine Auswahl aus dem umfangreichen Werk Oerters. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung bis zum 10. Januar 2027 besichtigen.
Vernissage und Programm
Die Eröffnung beginnt um 19 Uhr. Der Abend wird mit einer Rezitation von Jacques Oerter eröffnet. Musikalische Beiträge kommen vom Männerchor Typisch Männerchor und vom Gitarristen Peter von Eiff. Nach Begrüßungsworten und der offiziellen Eröffnung klingt der Abend mit Musik aus.
Reihe und Intention
Die Ausstellung ist in die seit 2021 laufende Veranstaltungsreihe Kultur auf den Hanauer Friedhöfen eingebettet. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, Friedhöfe behutsam als öffentliche Räume neu zu denken. Stadträtin Isabelle Hemsley erklärte, Friedhöfe hätten sich zu Orten entwickelt, an denen Kunst und Kultur in einem besonderen Rahmen erlebbar werden. Organisiert wird die Reihe vom städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service HIS.
Neben der Oerter Ausstellung sind für die Saison weitere Termine angekündigt. Am 31. Mai liest der hr Moderator Tim Frühling aus seinem Kriminalroman Totgegrillt. Den Abschluss der Reihe bildet am 20. September ein Konzert des Quartetts Boheme. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ergänzende Einblicke bietet der städtische Podcast Gude Hanau. In einer Folge spricht Alexandra Kinski, Abteilungsleiterin Friedhöfe und Krematorium, darüber, warum Friedhöfe in Hanau mehr sind als Orte der Trauer und welche Entwicklungen es bei Bestattungen gibt.
Künstlerporträt und Hintergrund der Gemeinschaft
Jacques Oerter wurde 1948 geboren. Seit 1975 ist er Mitglied der Gemeinschaft Steinheimer Kunstschaffender GSK. Er wurde an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau ausgebildet und arbeitete als Lithograf. Oerter verbindet handwerkliche Präzision mit einer frühen thematischen Vielfalt. Er ist als Maler, Grafiker, Poet und Kabarettist tätig. Seine Arbeiten sind von Reisen ebenso beeinflusst wie von seiner Heimat Steinheim und zeichnen sich durch einen oft feinen und humorvollen Blick auf Alltägliches aus.
Die Gemeinschaft Steinheimer Kunstschaffender besteht seit 1971. Gegründet wurde sie von Lithografen und Grafikern. Mit Ausstellungen und gemeinsamen Aktivitäten, darunter Präsentationen in den Partnerstädten Doorn und Francheville, hat die GSK die lokale Kunstszene geprägt. Die aktuelle Präsentation in der Trauerhalle von Steinheim Süd ist der Auftakt einer Reihe, in deren Verlauf weitere Künstlerinnen und Künstler folgen sollen.
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